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AMERICAN RUHR, Reviews in De-bug Magazine

From: De-Bug 126, Oct. 2008
Review by: Tobi

Die 12“ aus dem letzten Jahr war schon toll, jetzt folgt das ganze Album. Das hier ist deeper abstrakter Funk, das Projekt benannte sich nach der Soullegende Sam Dees. So versteht sich dann auch besser, wie Unique auf diesen Sound gekommen ist, der deutliche Detroitbezüge aufweist. Der aus Chicago stammende Düsseldorfer Kemo und UR-Labelmanager Cornelius Harris sind hier vereinzelt am Mikro zu finden. Der Soul kommt hier nicht nur dezent um die Ecke, um es mal so auszudrücken. Das wird mal ein Klassiker, da bin ich sicher.
Wächst und wächst und wächst.

From: De-Bug 126, Oct. 2008
Review by: Finn

Nach den letzten beiden Singles war die Tür zu denjenigen bereits aufgestoßen, die ihre Musik gerne möglichst viele Parameter aktueller Clubmusik abtasten wollen, und nun gilt es für die Homewreckers: Hereinspaziert auf Albumlänge. Raps, Claps, Soulabdrücke zwischen klassisch und derzeitig, ein bisschen Deep House, Detroitansätze zwischen J. Dilla und Kenny Dixon. Blitzsauber produziert, nicht unbedingt geheimnisvoll, aber es wird sich durchgehend bemüht, bei den Tracks allzu gängige Stereotypen von Tiefe und Gehalt in Schach zu halten, mittels digitaler Schlieren und etwas Jazz im Unterholz, von Juan geteacht. In den Linernotes schlägt folglich Kodwo Eshun in einem fiktiven Dialog zwischen Henry Ford und Sam Dees die Brücke zwischen Ruhr Area und Motor City, und liefert damit die lustigste Geschichtsklitterung der letzten Zeit.